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Altsächsische Geschichten – 1 – Poki aus Pannonien

Poki aus Pannonia ( Heimkehr eines Söldners) von Gerald

Mitte des 4. Jahrhunderts…

 ​​ ​​ ​​ ​​​​ …Wiglafs Beine schmerzten. Er ist römischer Söldner gewesen und war schon seit Wochen unterwegs von der römischen Provinz Pannonia, wo er sein halbes Leben lang Dienst tat, nach seiner Heimat, dem Chaukenland an der Unterweser Die Chauken sind übrigens (für den Leser zur Erklärung) später in dem größeren Stammesverband der Sachsen aufgegangen. Er kam gut voran, da er linksrheinisch auf einer gut befestigten Römerstraße ging. Auf der anderen Seite des Flusses hätte er für die gleiche Strecke wohl Monate gebraucht. Außerdem gab es hier „Autobahnraststätten“ an der A3. Das heißt „Autopedes Nr. 3, weil man hier unbeschwert und stolperfrei also quasi wie von selbst (lat. auto) ​​ laufen kann. Und weil Bürokraten alles durchnummerieren, bekam sie noch eine spezielle Zahl verpasst (diese wurden ​​ nach Lauf- bzw. Himmelsrichtung und Wichtigkeit aufsteigend vergeben). Die A3 verlief damals aufgrund der Machtverhältnisse (Rom vs. freies Germanien) noch linksrheinisch.

C:\Users\Jörg\Desktop\Auf Halde für heidnische Artikel\Loki lacht mit\Poki aus Pannonien\1280px-Karte_aus_dem_Buch_Römische_Provinzen_von_Theodor_Mommsen_1921_16 By Bin im Garten - Own work, CC BY-SA 3.0, httpscommons.wikimedia.orgwindex.phpcurid=22783470.png

Bild oben: Karte der röm. Provinzen von Theodor Mommsen. Wiglaf war also – von uns aus gesehen- kurz hinter Wien rechts der Donau in Stellung, gemeinsam mit seinen gotischen Legionärskameraden, mit denen er wenigstens mal ordentlich einen picheln konnte… ​​ war ja mit den schlaffen Römern nicht möglich... Jetzt könnt ihr euch in etwa die Marschleistung ​​ vorstellen, die unser Wiglaf auf dem Heimweg hinlegen musste. .Kartenquelle: By Bin im Garten - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=22783470

 ​​ ​​ ​​ ​​​​ Wiglaf las auf dem Milarium (einem Meilenstein), dass es noch 12 Meilen bis CCAA (dem heutigen Köln) waren. Dort wollte er sich ausruhen und Kraft schöpfen für den weiteren Weg bis zur Wesermündung. Wiglaf hatte bei den Römern Militärdienst in Pannonien (lat. Pannonia) als Söldner getan, wollte aber dort kein Land zugewiesen bekommen und ließ sich den Gegenwert lieber ausbezahlen. Er kehrte nun als gemachter Mann in seine Heimat zurück. „Also mit dem linken Fuß noch mal bis 12.000 zählen, dann lasse ich es mir gut gehen“, ​​ dachte Wiglaf mit Vorfreude in sich hinein.

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Bild oben: Nördlicher Ausschnitt einer Karte der röm. Provinzen von Theodor Mommsen, damit ihr wisst, wo die Chauken siedelten und CCAA war bzw. ist. Wie schon erwähnt: ​​ linksrheinisch hatten die Römer gut befestigte Straßen für zügigen Handel und rasche Truppenverlegungen gebaut. Jaja, der Autobahnbau – ​​ zum Wohl des expandierenden Kapitals und der ​​ militärischen Schlagkraft…. die Unterdrückung fremder Völker gab’s kostenlos draufzu und war natürlich niemals beabsichtigt… Kartenquelle: By Bin im Garten - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=22169197

 ​​ ​​ ​​ ​​​​ Drei Stunden später sah er die Stadtmauer von CCAA (alte römische Abkürzung für Köln) vor sich und passierte das Südtor. Sofort wurde er von Händlern aus aller Herren Länder umringt. Irgendwie rochen es diese Krämerseelen wohl, dass er ein wenig mehr in seinem Geldbeutel am Gürtel trug. Doch er wollte seine schwer verdienten Aurei nicht für irgendetwas Nutzloses ausgeben. Lieber einen gepflegten Trunk und Schmaus in einer Taverne und dann ein Bad! Danach war ihm nun der Sinn und die Taverne schnell gefunden: „Zum fröhlichen Ubier – Römische und germanische Spezialitäten“!

 ​​ ​​ ​​ ​​​​ Wiglaf hatte in der Taverne sogar einen Tisch für sich alleine ergattern können, obwohl draußen das Leben nur so brummte und er mit mehr Besuch im „Zum fröhlichen Ubier“ gerechnet hatte. Dies war aber keine Kasernenkneipe, wie er sie aus Pannonia kannte, hier herrschte zivileres Leben vor und der Normalbürger ging halt nach dem Tagwerk brav an den heimischen Herd…

Bild unten: Loki und Donar wollen mal wieder einen Zug durch die Gemeinde machen. Mit dem Wagen ist man ja doch schneller im Wochenende – ab ins Chaukenland! Quelle: Wikimedia Commons, Thor_and_Loki_in_the_Chariot_by_H._L._M(2)

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 ​​​​ Zur gleichen Zeit – es dämmerte bereits – ein paar hundert Kilometer weiter nördlich im freien Germanien. Donar und Loki landeten auf Mitgard, streiften durch die dichten Wälder des Chaukengaues und suchten ein Nachtlager. Donar hieß seine Böcke an einer alten Esche zur Einhalt. „Mach’s Dir schon mal bequem, ich schaue mich mal nach was Essbarem um…“, sagte Donar zu seinem trügerischen Freund. Loki setzte sich ächzend an die Esche auf den Boden, lehnte sich mit dem Rücken an den borkigen Stamm und schloss grinsend die Augen, „Lass Dir Zeit, ich lauf‘ nicht weg…“

 ​​ ​​ ​​ ​​​​ Unterdes frug in Agrippas Stadt (gemeint ist natürlich wieder Köln) der Wirt den neuen Gast nach seinen Wünschen und zitierte ihm die Speisekarte. Die Imprimis lehnte Wiglaf sofort ab, die kannte er schon von einem Betriebsausflug nach ​​ Rom mit seiner Kohorte zur 25. Abwehr eines Hunnenangriffs. Nach Wachtelaugen, kandierten Schweinepfötchen und erlesenem Gekröse mediterraner Fische stand ihm nun wirklich nicht der Sinn. Und vom hiesigen Kolonistenbier ließ er aus Erfahrung lieber die Finger. Es ist ja allgemein bekannt, dass es so schmeckt, wie es im Marstall der Legion riecht. Beim Einschenken frotzelten die Legionäre immer „Hört ihr den Wallach des Präfekten“? Bier können sie hier nicht, lieber Wein…So entschied sich Wiglaf für einen Vinifera sylvestris und lukanische Wurst mit Bohnen und Brot.

 ​​ ​​ ​​ ​​​​ Kurze Zeit später wurde aufgetafelt. Wiglaf hob den Becher und sprach leise in schlechtestem Legionätslatein „Veni, vini, vici!“ ​​ - Ich kam, trank Wein und siegte (gemeint war, dass das Essen bezwungen wurde). So tat er es immer mit seinen Legionärskameraden in Pannonia. Denn der unverdünnte Wein öffnete und betäubte den Magen, was aufgrund des miesen Militärfraßes auch bitter nötig war. Den Becher leerte er in einem hastigen Zug und machte sich danach sofort hungrig über das Essen her.

 ​​ ​​ ​​ ​​​​ Donar kehrte mittlerweile wieder an den Lagerplatz zurück und sah Loki unverändert an den Baum gelehnt: „Loki.die fauile Sau hat noch nicht einmal Feuer gemacht“, murmelte Donar in seinen roten Bart hinein , „wahrscheinlich begibt er sich gerade wieder auf eine seiner übergriffigen Geistreisen und sucht sich ein Opfer“! Donar kannte den Blutsbruder seines Vaters halt nur zu gut. Zwar war Donar gerade einige Zeit unterwegs gewesen, hatte aber nichts Essbares auftreiben können. Nur ein paar armselige Rinder bei einem Gehöft. Die wollte er den armen Bauern aber nicht nehmen. So mussten seine beiden Böcke wieder dran glauben (germanische Heiden wissen um die besonderen Eigenschaften von Donars Böcken)…

 ​​ ​​ ​​​​ Gut gefüllt ließ sich Wiglaf in seinem Stuhl zurück sinken und musste kräftig rülpsen. So viel hatte er schon seit langem nicht mehr gegessen! Zufrieden bezahlte er und frug den Wirt nach einer guten Therme mit angeschlossener Herberge. Nach dem langen Marsch brauchte er ein warmes Bad, Zuwendung und endlich mal wieder ein richtiges Bett, bevor er sich wieder weiter auf den Weg in den Norden machte.

 ​​ ​​ ​​ ​​​​ „Den cardo maximus nach Norden bis zur inneren Agrippa-Ringstraße. Dort dann nach Osten bis zur Augustus-Allee“; empfahl ihm der Wirt „Dann rechts bis zur Tiberius-Trasse. Dann links .und ​​ du bist am großen Tempel. Direkt dahinter ist eine echt behagliche Thermenanlage mit wirklich allem Komfort, den du dir wünschst“.C:\Users\Jörg\Desktop\Auf Halde für heidnische Artikel\Loki lacht mit\Poki aus Pannonien\Bild 5 Stadtplan von CCAA,CCAA_tab_peut_03.jpg

Alter Stadtplan von Köln, Originalgröße 10 x 4 Fuß – man hat am besten einen Beifahrer auf dem Streitwagen…, Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Colonia_Claudia_Ara_Agrippinensium#/media/Datei:CCAA_tab_peut_03.jpg ,

 ​​ ​​ ​​ ​​​​ Wiglaf machte sich im Zwielicht auf den Weg. Noch immer war viel Volk unterwegs. Der Wirt hatte ihm den Weg so beschrieben, dass er im Strom der Menschen quasi mitschwimmen konnte. Immer die großen Hauptstraßen entlang. Mächtig viele Tempel gab es hier! Am Ziel angelangt, schritt er im Zentrum der Stadt um den größten herum und seine Augen begannen zu leuchten! Ein gewaltiges Gebäude mit palastartigem Charakter stand mitten im Zentrum von Colonia ​​ direkt vor ihm. ​​ Mit riesigen Lettern stand auf den Ringbalken unter dem Dach geschrieben: AGRIPPINAS TEMPEL – THERME UND MEHR!

C:\Users\Jörg\Desktop\Auf Halde für heidnische Artikel\Loki lacht mit\Poki aus Pannonien\Bild 4 Mosaic_floor_depicting_a_fish_and_a_eel,_Roman_Villa_of_Pisões,_Lusitania,_Portugal_(13029506305).jpg

Bild oben: Mosaik (Stellvertretungsbild) auf dem Boden des Thermeneingangs – Sind Aale im Wasser? Wird Wiglaf jetzt noch die Therme betreten? By Carole Raddato from FRANKFURT, Germany - Mosaic floor depicting a fish and an eel, Roman Villa of Pisões, Lusitania, Portugal, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33004440

 ​​ ​​ ​​ ​​​​ Wiglaf ging mächtig beeindruckt und fast weihevoll die Stufen zum Thermeneingang empor. Dort bemerkte er ein Bodenmosaik, unterhielt sich kurz mit dem Kassierer, griff in seinen Geldbeutel und entrichtete seinen Obolus im Voraus. Ohne Umweg ging er direkt auf das dampfende Badehaus im Innern des Thermenpalastes zu, entledigte sich dort seiner Kleidung und ließ sich genüsslich ins dampfendwarme Wasser gleiten. Eine halbe Stunde später zog er sich für ein kleines Päuschen in den Ruhebereich an den Rand des Beckens zurück.

 ​​ ​​ ​​ ​​​​ Der Chauke stieg platschend und wassertriefend auf einer der eingelassenen Treppen gemächlich aus dem Wasser, schlang sich ein Handtuch um und ließ sich auf einer der Holzbänke an der Wand des Badehauses nieder… „Aaah, ausruhen…!“ Bevor er die Augen schloss, ließ er seinen Blick noch einmal in die Runde schweifen. Eine schöne Stimmung,. Es war zwar feucht, aber sehr angenehm warm. Die wenigen Öllampen verbreiteten ein diffuses, flackerndes Licht, das die Mitte des Badehauses gerade so ausleuchten konnte. Die Seiten und Ecken mit den Bänken blieben im Dunkel verborgen. Die Wellen auf dem Wasser verebbten und absolute Ruhe kehrte ein.

 ​​ ​​ ​​ ​​​​ Absolute Ruhe, bis auf ein hölzernes Knarren rechts neben ihm in der Ecke. Schnell blickte er in die Ecke des Raumes. Dort konnte er zwei Frauenbeine im spärlichen Lampenlicht erkennen, die sich rasch über  ​​​​ einander schlugen. Der Rest der Frau war im Schatten nur schemenhaft zu erkennen. „Glaubst Du an Wiedergeburt“? frug sie leise den Chauken…

 ​​ ​​ ​​ ​​​​ Immer noch an der Esche gelehnt, zuckte Loki unvermittelt mit dem Kopf und Donar erkannte: „Jetzt hat der Mistkerl wohl doch wieder ein Opfer gefunden!“, nagte genüsslich von einem Knochen das restliche Ziegenfleisch ab und warf diesen schmatzend über das Feuer hinweg auf das abgezogene Ziegenfell – Treffer.

 ​​ ​​​​ In der Therme: „Nun, ich bin ein Legionär und habe oft den Tod gesehen, warum fragst du?“ “Ich hatte gerade ein Gesicht, wie ich es schon oft hatte“, antwortete die Frau, „ und zwar aus einem früheren Leben in Ägypten. Ich war dort eine große Königin und hieß Kleopatra. Macht und Reichtum stand mir in großer Menge zu und ich war eine wirklich gerechte Herrscherin. In meinem jetzigen Leben heiße ich Uta und bin mit einem pensionierten, römischen Centurio hier in Colonia, wie wir Einheimischen diese Stadt schlicht nennen, vermählt“.

 ​​ ​​ ​​ ​​​​ Wiglaf verdrehte die Augen und dachte bei sich: „so eine abgehobene, dekadente Ubierschnepfe - ​​ hat ihre Herkunft gegen die Bequemlichkeit eingetauscht und war wohl schon immer ​​ davon überzeugt, was Besseres zu sein – Die Freizeit verbringt sie in dieser
Nobeltherme und geht ansonsten bestimmt mit’n paar Freundinnen über die Märkte, shoppen, schnattern und mit abgespreizten kleinen Fingern über andere lästern…“

 ​​ ​​ ​​ ​​​​ Uta beugte sich nach vorne, ein wenig aus dem Schatten heraus, um dem Chauken ihr schönes, langes, blondes Haar und ihre enorme Oberweite zu präsentieren. Sie wusste, was sie tat und beobachtete seine Reaktionen ganz genau... „Ich bin wegen der wohltuenden Wirkung für meine Haut oft hier, ansonsten bin ich mit meinen Freundinnen ​​ viel unterwegs und gebe den armen Dingern aus meiner reichhaltigen Erfahrung heraus gerne Schönheits- und Verhaltenstipps…“

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Bild oben: Loki auf Geistreise, an einer alten Esche gelehnt. In wessen Hirnwindungen sich der Wüstling wohl wieder herum treibt? Quelle: Bildausschnitt von Rackham, Arthur (illus) (1910) The Rhinegold & the Valkyrie, Wikimedia Commons

 ​​ ​​ ​​ ​​​​ Wiglaf wurde es nun ein wenig schwummerig zumute. Sollte ihm das dusselige Geschwalle oder das warme Bad auf den Kreislauf geschlagen haben? Irgendwie vernahm er seine eigene Stimme wie durch Nebel und war sich selbst seiner eigenen Worte nicht ganz bewusst: „Wie bei Germanias next Top-Model, was? Beachtlich!“ Wiglaf rutschte ein wenig näher an die Thermenschönheit heran und fuhr geheimnisvoll in leisem Ton fort: “Um auf Deine Frage von ​​ vorhin zurück zu kommen…ja, ich habe schon mindestens einmal gelebt und auch Ägypten ist mir nicht fremd gewesen.“ Bedeutungsvoll strich er mit der augestreckten rechten Hand mit abgewinkeltem Daumen durch den Raum, um die Ubierin in seinen Bann zu ziehen.

 ​​ ​​ ​​ ​​​​ „Dort, wo jetzt Pannonia ist, lebte ich, Poki; vor fast zweitausend Jahren im alten Illyrien. Das war eine sehr sumpfige und arme Gegend zu seiner Zeit und ich begab mich in die Fremde, um mein verdientes Glück zu finden…“ Poki, Verzeihung, Wilaf wunderte sich selbst über seine eigene Spitzfindigkeit. Denn er traf genau ihren Nerv mit seiner Geschichte. Jetzt waren sie beide verwandte, weil verkannte Seelen aus ärmeren Verhältnissen, die natürlich etwas Besseres verdient hatten – clever, Wiglaf, weiter so! „Nun, Krösus war noch nicht geboren“, fuhr Wiglaf fort“, wo sollte ich also hinwandern? Auf jeden Fall in den Süden. Dort florierte besonders auf einer großen Insel durch Handel und Wandel, Ausbeutung und verkappter Sklaverei die Wirtschaft enorm. Dass die Entscheidung aus meiner damaligen, ökonomisch-egozentrischen Sicht heraus absolut richtig war, bestätigte mir in einem späteren Leben ein einfacher, aber finanziell doch besser gestellter Legionärskamerad mit dem Namen Carlus Marximus, Präfektensohn aus Trier. Mir fiel nicht unangenehm auf, dass die Schaffenskraft der Minoer auf Kreta (um diese Insel handelte es sich nämlich) im Laufe von Jahrhunderten mit dem Lebensstil der Menschen dem Müßiggang gewichen ist. Ich fühlte mich in Phaistos, wo ich damals lebte, auf jeden Fall sehr wohl und genoss das Leben in vollen Zügen.