Filmtipp – Die Nibelungen (1924)

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Filmtipp…​​ ​​ Die Nibelungen (1924)​​ von Fritz Lang

Die Nibelungen, Siegfried, das​​ Schwert Balmung, Kriemhild, Brunhild, der finstere Hagen, das Rheingold usw. ..die Themen kennt Ihr bestimmt alle. Als Film oder als Gedicht, als Heldenepos, ethisches Mahnmal, geschichtliches oder filmisches Denkmal. Man kann sich darüber sehr gut austauschen und Sachverhalte/Inhalte und Ansichten erörtern. Gedreht wurde der Film als Schwarz-Weiß-Stummfilm 1924 unter der Regie des berühmten Fritz Lang (Mabuse, Metropolis usw…), der zu der Zeit wirklich beeindruckende Werke schuf, die einen in meinen Augen durchaus gesellschaftskritischen, weitahnenden und (tiefen)psychologischen Tiefgang haben, von denen sich die modernen Filme allgemein so manche Scheibe abschneiden können. Kein einfacher Film, wie ihr euch nun vorstellen könnt, genau wie das darin behandelte Thema.​​ 

Den Inhalt zu beschreiben, lohnt sich an dieser Stelle eigentlich nicht, da er prinzipiell allgemein bekannt ist und jeweils nur immer unterschiedlich interpretiert wurde (auch dem Zeitgeist folgend).

Der Siegfried ist mit Paul Richter richtig knackig besetzt worden, wohingegen die Brunhild aus meiner heutigen Sicht ​​ (insbes. kostümtechnisch) fast albern dargestellt wurde. Die anderen Charaktere wurden in meinen Augen gut realisiert. Gerade der Ausdruck, die Mimik muss bei Stummfilmen kommunikativ ja viel ausgleichen, was auch hier richtig gut umgesetzt wurde. Mit Ausnahme der Brunhild-Staffage ist das Bühnenbild nach dem damaligen Stand des Wissens historisch modern umgesetzt worden (einfache, aussagekräftige Muster dominieren). .Die Hunnen wurden leider wie primitive Halbaffen dargestellt, was dem Film einen kleinen Abbruch tut, wie ich finde.

Der Film besteht aus zwei Teilen (Teil 1​​ Siegfried​​ und Teil 2​​ Kriemhilds Rache) und ist mit seinen insgesamt fast fünf Stunden ​​ für heutige Zuschauer doch recht lang. Es hatte sich aber für mich sehr gelohnt und ich bin der Murnau-Stiftung und der Süddeutschen sehr dankbar für die Umsetzung diverser Projekte zur Erhaltung wertvollen,alten Filmgutes!

Meine Empfehlung ist, sich den Film zuzulegen und gemeinsam mit ein paar interessierten Leuten anzusehen (rechtl. Situation hierbei beachten – u. a. natürlich keine öffentliche Aufführung!). Eine vorherige allgemeine ​​ (Internet-)Recherche zu dem Thema rate ich an, das schult! ​​ Viel Erfolg dabei, Gerald

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Fritz Lang (im Jahr 1969), geb. 1892,verstorben 1976

 

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