Über uns

Kurzvorstellung

 

Das „Langhus“ ist ein Ort der Verständigung von Menschen in Norddeutschland, die den überlieferten und erfahrenen germanischen Glauben ausüben.

Wir treffen uns regelmäßig zu den Jahreskreisfesten – aktuelle Termine geben wir unter “Was steht an” bekannt.

Wer mitmachen möchte, kann sich gern bei “Kontakt” bei uns melden. Nette Leute sind uns willkommen :-)

Das „Langhus“ ist kein Verein, sondern eine lockere Gemeinschaft mit dem Angebot zum Kennenlernen und Mitmachen. Wir begegnen einander am liebsten von Angesicht zu Angesicht, haben neben dieser Netzseite aber auch eine Mailingliste und eine Telefonkette.

Wir legen Wert auf ein gutes Miteinander und achtungsvollen Umgang, weshalb Intoleranz hier keinen Zugang findet.

Weiterführende Erläuterungen zur Gründung und zur Namensfindung sind weiter unten zu finden.

klickt Euch gerne mal durch die Seiten und wenn Ihr wollt: meldet Euch…

 

 

 

  Selbstverständnis

 Das „Langhus“ versteht sich als heidnisch-germanische Gemeinschaft, deren Mitglieder die Götter, die Natur und viele andere Wesen/Kräfte verehren und anrufen, weil wir uns mit ihnen verbunden fühlen. In diesem Austausch, der sowohl privat als auch im Kreise der Gemeinschaft – z. B. bei den regelmäßigen Festen – stattfinden kann, finden wir Erfüllung und Antwort.

Um möglichst zwanglos miteinander umzugehen und hinderlichen Verwaltungsballast zu vermeiden, wurde bewusst auf die Form eines eingetragenen Vereins verzichtet. Unter dem symbolischen Dach des Langhus leben sinnbildlich Menschen, die ähnlich denken und hier ihre eigene Entfaltungsmöglichkeit haben sollen, zusammen.

Wir finden den Namen Langhus sehr passend, weil er einerseits ein norddeutscher Begriff ist und sich andererseits an keine bestimmte Gottheit oder an ein Geschlecht bindet.

 

 

 

 

 

Warum der Name „Langhus“

– Geschichtlicher Hintergrund

„Dat Langhus“ ist niederdeutsch für „das Langhaus“ und steht für uns für einheimischen Glauben und Tradition. Im hiesigen Kulturkreis ist so eine Wohnstätte in Form einer länglichen Behausung nichts ungewöhnliches und lässt sich bis in die Bronze-, ja sogar bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Vom Niedersachsenhaus ist oft die Rede und gemeint ist eine für den „nordischen Kreis“ bis in die heutige Zeit nachvollziehbarer Baustil. Anhand von Pfostenlöchern konnte diese Hausform genauestens bestimmt und ein Nachweis der damaligen Wohnart erbracht werden.

So lebten Mensch und Vieh unter einem Dach, um die Körperwärme der Tiere auszunutzen. Ein Temperaturvorteil von wenigstens zwei bis drei Grad im Langhaus waren entscheidend bei der Wahl dieses Haustypes. In aller Regel wurde in eine Dreiteilung vorgenommen: Auf der einen Seite der Schlaf- und Wohnraum mit Feuerstätte, anschliessend ein Werkraum und schliesslich der grösste Bereich, die Stallung.

Um dem Haus den Winddruck zu nehmen, wurde die eine schmale Giebelseite mit dem Wohnraum dem Westen zugewandt. Hier anschliessend war ein kleiner Eingangsbereich mit Türen im Norden und Süden, in dem der Werkraum mit z. B. einem Webstuhl untergebracht war. Daran schloss sich die Diele mit Stall an, in dem das Vieh untergebracht war. Ein separater Ausgang nach Osten diente als Durchgang für die Tiere und zur Heueinlagerung auf dem Boden des Gebäudes. Soweit die nützliche Beschaffenheit dieser Hausform.

Das Haus musste geschützt werden, um die Familie bzw. Sippe vor ungewünschten Fremdeinflüssen zu bewahren. Vielfach wurden Schutzzeichen an den Häusern angebracht. Ein Besonderes ist an der Giebelseite die gekreuzten Pferdeköpfe.

Seit jeher ist dem Pferd in der germanischen Überlieferung eine besondere Bedeutung zugekommen. Das „Pferd ist der Folgegeist des Menschen“ heißt es. Pferdefreunde wissen, dass sie empfindsame, feinfühlende Begleiter sind und die Scheu dieser Tiere lässt erahnen, dass sie ganz besonderen Reizen ausgesetzt sind. Deshalb wurde dem Verhalten der Pferde besondere Güte beigemessen und hieraus auch Orakel gelesen. Pferdeschädel wurden als Abwehrzaubermittel eingesetzt, um ungewünschte Einflüsse fernzuhalten. Dies galt für Heiligtümer und auch für Häuser, auf deren Dächer Pferdeschädel gesetzt wurden, um Unheiliges abzuwenden und den zu verwünschen, der zu Unrecht und in böser Absicht den Hof betritt.

Übriggeblieben sind pferdekopfgestaltige Holzbretter, die seit Jahrhunderten norddeutsche Bauernhäuser schützen und deren Giebel krönen. Doch nicht nur im Norden Deutschlands sind die gekreuzten Pferdeköpfe bekannt, auch in anderen Ländern bishin nach Island sind sie zu verzeichnen.

So sind nun die stilisierten gekreuzten Pferdeköpfe für uns ein Zeichen germanischen Glaubens und Wirkens im Sinne des Schutzes der Gemeinschaft.

 

Die Gründung

Im Mai 2003 wurde unsere Gemeinschaft gegründet.

2 Kommentare

  1. Achim

    Hallo Gerald,
    wunschgemäss die Rezension.

    Dekor ist schön (Blau beruhigt, Sonnenblume weckt Assoziationen etc).
    Ich habe aber das Gefühl, der Sinn der Sache kommt im „Selbstverständnis“ etwas kurz. Als Heide weiss ich zwar, worum es geht, aber wissen das auch Fremde?
    Du hast zwar die Wahl des Namens „Langhus“ schön und sehr lang ausgeführt, für Nichtheiden bleibt aber abgesehen vom Einführungssatz unklar, warum die Gemeinschaft gegründet wurde, was ihr Zweck und Inhalt ihrer Tätigkeit ist.
    Vielleicht liege ich aber völlig falsch und Ihr rechnet gar nicht mit Unkundigen?

    Auf jeden Fall ist die Seite übersichtlich.

    LG Achim

    1. Gerald

      Hallo Achim,

      danke für die Anregung – hab’s in der Erklärung umgesetzt. Nun dürfte es etwas klarer sein…

      🙂

      Gerald

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