Wortsatia!

Wortsatia!

Liebe Leute, ich empfinde es ja immer wieder als erfrischend, wenn auf Kommunikationsplattformen  unseres speziellen Interesses auf in der Breite bisher nicht ganz so bekannte Musikgruppen hingewiesen wird. Einerseits wird der „persönliche Musikspeicher“ bereichert und ist nicht mehr so monoton und außerdem findet man immer wieder mal wahre kleine Schmuckstücke, wie in diesem Falle Wortsatia.

Wortsatia, der lateinisierte mittelalterliche Siegel- und Dokumentenname des Landes Wursten, das östlichste der Ostfriesischen Länder. Das Land, das von allen friesischen Landen am längsten seine Freiheit behielt .Wortsatia ist der Name der Band von Michael Tegge und Tanja Kunterding. Zusammen mit den Musikern Marco Neumann und Horst Vogelsang wurde Wortsatia 2006 in seiner jetzigen Besetzung gegründet. Gemeinsam hat es sich die Band zur Aufgabe gemacht, möglichst viele verschollene friesische Lieder, Tänze und Texte aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit wieder zu Gehör zu bringen, oder – wo notwendig – neu aber authentisch zu vertonen. Darüber hinaus fühlen sich die Musiker der europäischen Musik des Mittelalters – im Kern des 12.Jahrhunderts – verpflichtet.  Musiziert wird auf alten Instrumenten, nicht historisierend, sondern dem Geiste der Musik folgend:.Harfen, Dudelsäcke, Drehleiern, Cistern, verschiedene Trommeln, Flöten und natürlich mit Gesang. Die Spanne reicht von der Gregorianik über Minnegesang von Walther von der Vogelweide und Neidhard von Reuenthal, von den Cantigas de Santa Maria aus dem Spanien des 12. Jahrhunderts, Gesängen aus den Sammlungen der Carmina Burana und dem Libre Vermell, bis hin zu alten Liedern und Tänzen aus dem baltischen Raum. Wortsatia spielt auf historischen Märkten und Festen, in Kirchen, auf Konzerten und zum Tanz, nie museal aber immer voller Respekt und Hingabe für die alte Musik.

 

 

 

 

Bild oben: Wortsatia in Aktion,

Quelle: http://www.wortsatia.de/daten/images/IMG_0920.JPG

 

Michael Tegge ( auf dem Foto ganz links) organisiert ganze Mittel-/Frühmittelaltermärkte und ist „in der Szene“ gut bekannt. Meiner Auffassung nach sind ihm aufgrund seines weltoffenen und breit gefächerten Spektrums auch unsere mythologischen Inhalte nicht fremd, zumal sie mit seinen Themen inhaltlich und zeitlich gut korrespondieren und sie vielmehr sogar ergänzen können.

Schaut Euch mal ihre Seite an: www.wortsatia.de und „schnüffelt“ ein wenig bei Youtube. Es lohnt sich!

Viel Vergnügen, Gerald

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