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Dez 26

Filmtipp mit heidnischem Hintergrund: Captain Fantastic

Filmtipp:

Captain Fantastic – einmal Wildnis und zurück

Mit Thorshammer und Gesellschaftskritik aussteigen und knallhart in der Natur leben…

captain-fantastic

…das ist der oft ungelebte Traum von vielen Heiden. Aber wer macht’s denn wirklich? Wer steigt mit seiner Familie aus und geht mit ihr in die Wildnis um zu jagen, zu philosophieren, zu kämpfen und Naturspiritualität in all ihren Facetten unmittelbar zu empfinden?

In „Captain Fantastic – einmal Wildnis und zurück“ erleben wir eine Familie, die ihren freiheitlich-ideellen Weg in „liebevoller erzieherischer Kompromisslosigkeit“ geht.

Ganz ohne Kontakt zur angepassten Außenwelt klappt das natürlich nicht. Besonders nach einem großen familiären Unglück sind Konfliktsituationen vorprogrammiert, denen die Charaktere für den Zuschauer zum Teil höchst amüsant aber auch sehr bewegend begegnen. Sinneswandlungen inbegriffen…

Viggo Mortensen (Herr der Ringe, Tödliche Versprechen) stellt den Vater der Familie dar und steht für das alternative, aufgeklärte Amerika. Die „andere Seite“, die angepasste, traditionelle amerikanische Gesellschaft repräsentiert Frank Langella (Frost/Nixon, Draft Day). In weiteren Rollen spielen unter anderem George McKay, Samantha Isler, Steve Zahn und Kathryn Hahn mit. Regie und Drehbuch: Matt Ross.

Captain Fantastic ist eine Produktion von ShivHans Pictures, einer Gesellschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Filmprojekte unabhängig und abseits vom Hollywood-Mainstream zu finanzieren, herzustellen und zu vermarkten. Vielleicht erklärt dies die intelligente und nachhaltige Wirkung dieses Films, die keineswegs mit der politisch korrekten, nur scheinbaren und damit oberflächlichen Kritik(losigkeit) der Machwerke des Molochs Hollywood zu vergleichen ist.

In diesem hochemotionalen Film – so möchte ich im Vorfeld bemerken – wird das Heidentum nicht ein einziges Mal wörtlich erwähnt. Dennoch ist es allgegenwärtig und das Verhältnis hierzu wird in den filmisch ausgelebten, verborgenen Wünschen dem affinen Zuschauer bewusst gemacht. Der von Mortensen getragene Thorshammer weist ebenfalls ohne Worte darauf hin.

Ich empfinde die dargestellte Kritik einer erzieherischen Maßlosigkeit im Verhältnis zur tatsächlichen Umsetzung eines Lebensgefühls in der Realität als sehr tröstlich. Seelischer Raum zur Selbstreflektion wird in diesbezüglich entscheidenden Sequenzen durch die metaharmonische Musik von Sigur Rós unterstützt. Bei Sigur Rós handelt es sich um ein langjähriges musikalisches Projekt aus Island, welches zum Teil auch mit dem isländischen heidnischen Allsherjagodhen Hilmar Örn Hilmarsson zusammenarbeitet.

Mein Fazit: Mehr als empfehlenswert!

Euer Gerald

P. S.: Wer will, kann sich die Vorschau zu Captain Fantastic unter dem nachstehenden Verweis als Vorgeschmack schon mal ansehen, ich habe ihn mir bereits gekauft!

https://www.youtube.com/watch?v=hn3sRSb2Lk4

oder:

http://www.captain-fantastic-film.de/

 

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